Das hervorragende Quartal erklärt sich vor allem aus der Stärke der Gold-und Rohstoffaktien. Der Goldpreis legte im Quartal um fast 12% zu, der Kupferpreis um fast 21%! Geprägt war das Quartal von weiterhin grossen, politischen Unsicherheiten. Die erratische Zollpolitik und unvorhersehbare politische Entscheidungen der US-Regierung sorgten zwar für grosse Unsicherheiten, aber auch für ein generell positives Umfeld für die grossen US-Unternehmen und die Aktienmärkte performten weltweit sehr gut. Der Goldpreis konnte vor diesem Hintergrund kräftig anziehen – nicht zuletzt spielte hier auch das völlig zerrüttete Verhältnis der Trump-Regierung zur Notenbank eine grosse Rolle. Allgemein wird erwartet, dass der von Trump einzusetzende, neue Notenbank-Chef eine eher noch laxere Zinspolitik durchsetzen wird.
Im Quartal wurden Positionen in Artrya (in kurzer Zeit stark gestiegen), IDT Australia (enttäuschende Zahlen), SRG Global (stark gestiegen und voll bewertet), IFM Media (Takeover) komplett verkauft, während die Position in Sheffield Resources fast ganz geräumt wurde (Liquiditätsprobleme wegen niedriger Preise für Mineral Sands) – kurz nach Ende des Quartals wurde dann auch die kleine Restposition abgestossen.
Smart Parking, Metro Mining, Southern Palladium, Horizon Gold und QPM Energy wurden adjustiert – in aller Regel aufgrund von guter Performance und daraus folgenden, zu hohen Anteilen im Fonds.
Dazugekauft wurden Rumble Resources (Gold + Tungsten, stark unterbewertet), Amcor (Papierproduzent), Meeka Metals – Minerals 260 – West African Resources (unterbewertete Goldaktien), sowie Brazilian Rare Earth.
Insgesamt bleibt die Stimmung auch zu Beginn des neuen Jahres im Rohstoffsektor hervorragend. Während die Spekulation in Metallen wie Kupfer die Kurse recht weit getrieben hat, sehen wir auch weiterhin vor allem viele Gründe, um Gold zu halten! Die Bewertung fast aller Goldproduzenten spiegeln fallende Goldpreise wider – insofern sollte bereits ein stabiler Goldmarkt hier für höhere Kurse sorgen können.
Insgesamt läuft die australische Volkswirtschaft nur unbefriedigend. Während viele Wirtschafts-Sektoren niedrigere Zinsen bräuchten, lässt dies die gegenwärtige, leicht über dem Zielband der Zentralbank liegende Inflation aber nicht zu. Wir rechnen daher im Jahresverlauf mit einem etwas stärkeren Austral-Dollar, zumindest gegenüber dem US-Dollar.
Wilhelm Schröder, Schröder Equities GmbH