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NESTOR Gold - Quartalsbericht 3/2025

Am 30. September 2025 schloss der Goldpreis bei USD 3’858,96 pro Unze, was einem Anstieg von 16,8 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Der Philadelphia Stock Exchange Gold und Silber Index legte im dritten Quartal 2025 um 44.6% zu, womit Goldminen wie erwartet substanziell stärker anstiegen als der Goldpreis.

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Im August beendete Gold eine viermonatige Konsolidierungsphase. Goldminenaktien entwickelten sich positiv, unterstützt durch die Ergebnisse des zweiten Quartals 2025, die die Erwartungen übertrafen (höhere Produktion, niedrigere Kosten). Minengesellschaften setzten ihre Aktienrückkäufe fort und stützten damit die Kursentwicklung. ETF-Zuflüsse hielten an, während die Stimmung neutral bis leicht positiv blieb – also ohne Anzeichen von Euphorie. Bemerkenswert war, dass der grösste Goldminen-ETF weiterhin Abflüsse verzeichnete und am 18. September ein Neunjahrestief bei den ausstehenden Anteilen erreichte.

Ausblick in Gold
Obwohl Gold derzeit technisch überkauft ist und eine Konsolidierung jederzeit möglich ist, bleiben die beiden zentralen mittel- bis langfristigen Treiber bestehen:
•    Schulden und Defizite: Anhaltend hohe Haushaltsdefizite schüren Zweifel an der Stabilität von Papierwährungen.
•    Zentralbankkäufe: Die Abkehr von westlichen Währungen unterstützt die Goldnachfrage weiterhin.

Darüber hinaus trat im dritten Quartal 2025 ein neuer Faktor auf, der an die Stagflationsphase der 1970er-Jahre erinnert: Präsident Trumps Abberufung von FED-Gouverneurin Lisa Cook stellt einen gravierenden Eingriff in die Unabhängigkeit der Notenbank dar und untergräbt das Vertrauen in den US-Dollar weiter. Zudem sehen wir die Pläne der FED, die Zinsen weiter zu senken, kritisch, da sich möglicherweise bereits eine neue Inflationswelle aufbaut.

Eine weitere unterschätzte Entwicklung ist der Kurswechsel Chinas. Die Entscheidung, die Deflation zu beenden – die zuvor global exportiert wurde – stellt eine wesentliche strukturelle Veränderung dar. Neben den säkularen Inflationstreibern (von denen mittlerweile fast alle ausser der Technologie inflationär wirken) stützt dieser Kurswechsel die Annahme, dass die kommenden Jahre einem stagflationsähnlichen Umfeld ähneln könnten. Dies dürfte die Nachfrage nach Gold, Goldminen und rohstoffbezogenen Anlagen wie den Konwave Transition Metals Funds deutlich steigern. Gleichzeitig ist mit einer Abkehr von sogenannten «long-duration» Anlageklassen, sprich Wachstumsaktien wie z.B. KI- und Technologieaktien zu rechnen.

Trotz dieser eindeutig unterstützenden Faktoren ist zu beachten, dass die jüngsten Goldpreissteigerungen überwiegend von westlichen Investoren getrieben wurden, was zu erhöhter Volatilität und gelegentlichen Konsolidierungen führen kann. Dabei ist anzunehmen, dass Zentralbanken allfällige Rücksetzer nutzen werden, um ihre Bestände auszubauen, was den Goldmarkt nachhaltig stützt.

Ausblick für Goldminen
Die Fundamentaldaten im Goldminensektor verbessern sich weiterhin deutlich:
•    Freier Cashflow, Gewinne und Gewinnrevisionen steigen kräftig.
•    Disziplin bleibt gewahrt, mit höheren Dividenden und zunehmenden Aktienrückkäufen, gestützt durch robuste Bilanzen.
•    Bewertungen liegen weiterhin deutlich unter dem 40-Jahres-Median und weit unter typischen Bewertungsniveaus in Goldbullenmärkten.

Goldminen bleiben in den Portfolios vieler Investoren unterrepräsentiert. In Kanada und Australien sahen sich allgemeine Investoren jüngst gezwungen, ihre Untergewichtung gegenüber den Benchmarks zu verringern, um weitere Unterperformance zu vermeiden. Unsere Kontakte bestätigen, dass diese Anlegergruppen aber weiterhin untergewichtet sind, während Investoren in anderen Regionen bisher kaum aktiv geworden sind. Eine breitere Marktteilnahme dürfte einsetzen, sobald die aktuelle Euphorie an den globalen Aktienmärkten nachlässt – insbesondere, wenn die Risiken einer Stagflation offensichtlicher werden.

Obwohl kein Bullenmarkt gradlinig verläuft und jederzeit auch Korrekturen von 20–25 % möglich sind, bleibt das mittel- bis langfristige Aufwärtspotenzial erheblich. Viele Anleger haben offenbar vergessen, wie lohnend strukturelle Goldbullenmärkte für Investoren im Goldminensektor sein können.

Die nachfolgende Grafik illustriert die positive Entwicklung des Fonds Gold 2000 (verwaltet von Konwave AG) während des letzten säkularen Bullenmarktes.

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Auch wenn Anleger aus Gründen des Risikomanagements ein Rebalancing in Betracht ziehen sollten, besteht das grösste Risiko in den nächsten Jahren darin, zu früh auszusteigen. Sprich, falls Anleger die Volatilität von Goldminenunternehmen während Rückschlägen (die normalerweise 3 bis 9 Monate dauern) aushalten können, dürfte die beste Anlagestrategie in einem langfristigen Bullenmarkt im Allgemeinen eine Buy-and-Hold-Strategie sein, und jeder Rückschlag sollte als Kaufgelegenheit betrachtet werden.

Zusammenfassung
Die beiden strukturellen Treiber des Goldbullenmarktes bleiben bestehen und werden nun zusätzlich durch wachsende Zweifel an der Unabhängigkeit der FED verstärkt – ähnlich wie in den 1970er-Jahren. Chinas Kurswechsel, um die Deflation zu beenden, dürfte zusammen mit den strukturellen Inflationstreibern eine Umschichtung aus «long duration» Anlageklassen wie KI- und Technologieaktien hin zu Gold und rohstoffnahen Anlagen beschleunigen.
Goldminen profitieren von soliden Fundamentaldaten, attraktiven Bewertungen und einer weiterhin sehr geringen Investorenbeteiligung. Trotz zu erwartender Volatilität ist das langfristige Aufwärtspotenzial erheblich. Das größte Risiko für Goldminen-Investoren in den nächsten Jahren dürfte sein, zu früh auszusteigen. In einem säkularen Bullenmarkt hat sich eine Buy-and-Hold-Strategie mit der Nutzung von Korrekturen als Kaufgelegenheiten historisch als erfolgreichste Vorgehensweise erwiesen.

Die Konwave Gold Fonds haben sich in der Vergangenheit als effiziente Produkte erwiesen, um von strukturellen Goldbullenmärkten zu profitieren. Sie übertrafen sowohl aktive als auch passive Wettbewerber in Bullenmärkten um den Faktor 1,5 bis 2,3 und den Goldpreis selbst u

Walter Wehrli und Erich Meier, Konwave AG

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